Erfolgreicher Start des Lüneburger Seminars über die Agenda 2030 und den Begriff ‚Weltstaat‘

Am Montag den 3. April hat das Seminar über die Agenda 2030 begonnen. In der ersten Sitzung wurde im Allgemeinen über die Auffassung eines Weltstaates als die einzige Dauerlösung für die aktuellen Probleme der Menschheit gesprochen. Es wurden viele Begriffe angesprochen, die dann im Laufe der weiteren Sitzungen vertieft werden sollen. Es wurde insbesondere den Sinn von Europa als Hoffnungsträger für den Frieden auf Erden angesprochen. Europa hat geschafft, in seinem Inneren Frieden zu stiften und sein philosophischer Sinn müsste es sein, dazu beizutragen, dass Frieden weltweit etabliert wird.

Der Motor dazu soll die Philosophie sein. Es ist darauf aufmerksam gemacht worden, dass die Geschichte von Europa und die Geschichte der Philosophie zusammenfallen. Im Laufe dieser Geschichte ist es den Philosophen gelungen, gemeinsame Werte zu verstehen und zu definieren, die die Identität des europäischen Volkes sowie auch die Identität von allen Menschen bilden sollen, die ihr Leben auf Vernunft gründen.

Dieses Ziel kann die Philosophie nur erreichen, indem sie sich als richtige Wissenschaft präsentiert, was sie definitiv auch ist. In diesem Bezug ist die Wichtigkeit der philosophischen Bewegung der Aufklärung hervorgehoben worden sowie auch die zentrale Stellung in der Geschichte aber auch in unserem Leben des logischen Prinzips der ‚Aufhebung‘ dargestellt. Dieser ganz wichtige Begriff wurde von Hegel in seiner Logik erläutert und begründet. Damit konnte der Philosoph aus Stuttgart dann auch erklären, wie die Geschichte der Philosophie von einem Fortschritt gekennzeichnet sei. Dieser Fortschritt ist die Grundlage der Wissenschaftlichkeit der Philosophie.

Als Wissenschaft führt die Philosophie zu einer Wahrheit, die ich sich gültig und objektiv ist. Darüber wird man sicherlich viel diskutieren, ist es aber wichtig, diese Auffassung richtig zu begreifen, weil es ohne Wahrheit kaum Wissenschaftlichkeit gibt, sondern nur subjektive Meinung, also kein richtiges Wissen. Das ist natürlich nie als Dogma anzusehen, jede Wahrheit kann immer verbessert werden, deswegen man soll gleichzeitig auch kritisch sein, also kritisch zu sein und von der Wahrheit überzeugt zu sein ist kein Widerspruch, man soll sicher von seinen Argumenten und Schlüssen sein, trotzdem immer auch denken, dass es auch bessere Argumente und bessere Schlüsse geben könnte. Die Würde des Menschen ist zum Beispiel eine solche Wahrheit, die wir objektiv erkennen und begründen können, wir können aber nicht zu 100% sagen, dass es unmöglich ist, dass jemand in Zukunft das Gegenteil beweisen kann.

Es wurde dann viel mit den Studierenden diskutiert und dabei wurden viele andere Begriffe angesprochen, die später im Laufe des Seminars erörtert und begründet werden.

Am Ende wurden einige Infos bezüglich der Bücher, der Hausarbeit und weitern praktischen Fragen gegeben. Es war insgesamt ein sehr erfolgreicher Start vor einem Publikum von etwa 40 Studierenden.

Am Montag den 24. April fand dann nach der Osterpause die zweite Lektion statt. Dabei wurde sofort mit der Darstellung und Erklärung der Philosophie begonnen, die den Inhalt des Buchs Philosophie für alle bildet. Insbesondere wurden die Lektionen (Kapitel) von 1 bis 4 behandelt.

Die Lektion 1 beschäftigt sich mit dem Begriff der Philosophie als Wissenschaft der Weisheit. Die Lektion 2 erstellt einen Vergleich zwischen Philosophie, Religionen und Einzelwissenschaften. Die Lektion 3 vertieft den logischen Inhalt des menschlichen Wissens und identifiziert ihn in den Ideen bzw. Begriffen, die den Stoff des Geistes ausmachen. Die Lektion 4 beinhaltet die erste Stufe der Theorie des ‚ich verstehe‘, d.h. die Begründung der Wahrheitsfähigkeit des Menschen. Dabei sind sowohl der theoretische als auch der praktische Grund dargestellt worden.

Morgen, den 8. Mai, geht das Seminar mit den Lektionen 5 und 6 weiter, d.h. mit der weiteren Darstellung der Theorie des ‚ich verstehe‘, d.h. mit der Begründung der Objektivität und Absolutheit des menschlichen Wissens.

Eine beträchtliche Gruppe von 43 Studierenden hat sich bei dem Seminar angemeldet. Etwa 25-30 besuchen regelmäßig die Veranstaltung. Interessante Diskussionen runden die Vorträge des Dozenten Marco de Angelis ab. Es haben sich schon die ersten Ideen für Hausarbeiten entwickelt. Alles deutet darauf hin, dass dieses Seminar genauso erfolgreich wie die zwei vom Lauphana-Semester (über Philosophie als Lebensorienteirung bzw. über die Menschenrechte) sein wird. Die Audiodateien der ersten zwei Sitzungen sind auf Dropbox hochgeladen worden, damit auch diejenige Studenten, die leider verhindert sind, das Seminar regelmäßig zu besuchen, jedoch in der Lage sein können, die Vorträge des Dozenten sowie die anschließenden Diskussionen nachzuarbeiten. Natürlich kann man nur bei Anwesenheit direkt zur Diskussion beitragen und so die Philosophie für alle live erleben. Trotzdem dürfen Hindernisse egal aus welcher Natur keine Studierenden benachteiligen. Aus diesem Grund haben wir uns für die Audioaufnahme sowie deren Veröffentlichung im Internet entschieden.

Zu den Dropboxdateien kommt man über dieses Link:

https://www.dropbox.com/sh/vslm7zcl3rv2nmg/AAAMRICVpglsf9OeDRhaGQ7Za?dl=0

Einzelheiten über das Seminar können in der Rubrik Lehre von dieser Webseite nachgelesen werden.