Am 24.10. haben beide Seminare von Herrn Dr. Marco de Angelis (Phileuropa Zentrum) in Lüneburg begonnen. Bei den zwei Seminaren, insbesondere bei dem Seminar über Philosophie als Lebensorientierung, gab es sehr viele interessierte Teilnehmer.
Die ersten 2-3 Sitzung beider Seminare sind ähnlich, d.h. es wird darin die Welt- und Menschenauffassung präsentiert, wie aus den wichtigsten philosophischen Theorien abzuleiten ist und heute als noch gültig und ‚letztbegründet‘ gehalten werden kann.
(Forschungshinweis: Begriff ‚Letztbegründung‘).
Es handelt sich um die Auffassung, die den Inhalt des Buches Philosophie für alle (1.0) Manifest für die philosophische Identität des europäischen Volkes bildet. Das Buch ist im Druck und wird in Deutschland um den 15. November in Handel zu erwerben sein (Preis 10 Euro).
In der ersten Sitzung sind die Inhalte der Kapitel (im Buch: Lektionen) 1 bis 3 behandelt worden. Darin wird den Begriff der Philosophie als ‚Wissenschaft der Weisheit‘ nach Kant definiert (Lektion 1), das Verhältnis der Philosophie zu Religion und Einzelwissenschaften erläutert (Lektion 2) und schließlich die Identität zwischen Philosophie und Idealismus nach Hegel dargestellt und begründet (Lektion 3).
(Forschungshinweise: Kant über Weisheit und Begriff ‚Philosophie als Weisheit im allgemeinen; Hegel über Identität von Philosophie und Idealismus).
Dadurch hat man schon einen sehr großen Schritt in Richtung Verständnis der Menschenrechte (1. Seminar) bzw. der Lebensorientierung (2. Seminar) getan, da diese ersten 3 Lektionen des Buches Voraussetzung für die Theorie der objektiven, wissenschaftlichen Wahrheitsfähigkeit des Menschen und der Philosophie sind.
In der Tat ist es absolut notwendig, in erster Linie diese grundlegende Wahrheit zu begründen, dass die Philosophie eine echte Wissenschaft ist und als solche die Wahrheit in der Ethik und in der Politik begreifen kann, da nur auf dieser festen und sicheren Grundlage die darauffolgende Begründung von objektiven, absolut geltenden Menschenrechten bzw. von einer echt glückbringenden Lebensführung möglich ist.
Wie könnten wir in der Tat von Menschenrechten und von einer glückbringenden Lebensführung reden, wenn die Philosophie überhaupt nicht in der Lage wäre, zu wissenschaftlich und vernünftig begründeten Schlüssen zu führen?
Die Studierenden haben ein reges Interesse für die behandelte Problematik gezeigt, viele wichtigen und interessanten Fragen gestellt, und dadurch sehr geholfen, die vier Stunden Seminars lebhaft zu gestalten. Am Ende waren wir alle müde aber auch sicher davon bewusst, die Zeit sinnvoll genutzt zu haben.
Am kommenden Montag den 7.11. geht es mit der 2. Sitzung beider Seminare weiter. Die Thematik wird immer spannender und die Diskussion mit den Studierenden mit Sicherheit auch. Wir nähern uns langsam aber sicher zur Theorie der objektiven Wahrheit der Philosophie.
Den Studierenden stehen sowohl die Audioaufnahmen als auch die Textvorlage beider Sitzungen zu Verfügung. Sie können per Mail an die Adresse marco.deangelis@leuphana.de angefordert bzw. vor dem Seminar aufs Stick kopiert werden. Die im Seminar gelesenen Quellentexte sind schon über myStudy geschickt worden. Diese sollen bei jeder Sitzung von den Studierenden mitgenommen werden.
Wir wünschen allen Teilnehmern eine spannende 2. Sitzung!