Stellenangebot für Studierende beim International Office der Leuphana

Das International Office sucht Tutorinnen/ Tutoren: „Sprach- und Orientierungsprogramm für Austauschstudierende“ für 20 Stunden insgesamt.

Ihre Aufgaben:
– Kontaktaufnahme mit den Studierenden per Email vor der Ankunft
– Abholung vom Flughafen/vom Bahnhof und Begleitung zur Unterkunft
– Hilfestellung beim Ausfüllen benötigter Formalitäten und Dokumente
– Einführung in die Strukturen der Leuphana Universität
– Koordination von Terminen mit den Programmkoordinatoren

Ihr Profil:
– verbindliche Verfügbarkeit vom 01. – 15. Septmeber 2018 (auch an den Wochenenden)
– gute Kenntnisse der universitären Strukturen
– gute Kenntnisse auf dem Campus und in der Stadt Lüneburg
– sehr gute Englischkenntnisse
– Erfahrung in der interkulturellen Kommunikation
– Eigeninitiative und Flexibilität

Wir freuen uns sehr über Kurzbewerbungen (Lebenslauf sowie ein kurzes Anschreiben) per E-Mail bis zum 10.08.2018 an Kirja Frommeyer (frommeyer@uni.leuphana.de).

https://www.leuphana.de/services/io/internationale-studierende/sprach-und-orientierungsprogramm.html


Verantwortlich für diesen Newsletter: International Office

Stellenangebot von der Zentralbibliothek

Die Zentralbibliothek sucht für die Abteilung Informationsdienste zum 1. September 2018 eine studentische Hilfskraft mit 8 Stunden pro Woche.

Wichtige Voraussetzung ist, dass Sie sowohl in der Vorlesungszeit als auch in der vorlesungsfreien Zeit in den Abendstunden (17- 21 Uhr) arbeiten können.

Die Tätigkeiten der zu besetzenden Stelle umfassen zum einen die Auskunft und Beratung von Nutzerinnen und Nutzern am Informationstresen, im Besonderen die Unterstützung beim Auffinden von wissenschaftlicher Literatur. Bei den zusätzlichen Aufgaben handelt es sich um Ordnungs- und Sortieraufgaben im Lesesaal sowie das Rückstellen von zurückgegebener Literatur.

Der Stundenlohn für studentische Hilfskräfte beträgt momentan 9,93 €.

Bei Interesse schicken Sie bitte bis zum 25.07.2018 per E-Mail eine Bewerbung unter anderm unter Angabe Ihres Studienfachs, Ihrer Semesterzahl, Ihrer Adresse und Telefonnummer an knoll@uni.leuphana.de .

Einladung zum 13. Philosophietreffen am 3.7.2018

Einladung zum 13. Philosophietreffen am 03.07.2018

Liebe Philosophiefreundinnen und -freunde,

hiermit laden wir Euch zum 13. Treffen unserer Philosophiegruppe ein. Wir treffen uns am Dienstag den 03.07.2018 zum letzten Treffen des Semesters:

Dienstag den 03.07.2018
Raum C14.001 ab 19:30 Uhr

Zum Semesterabschluss ist kein Referat eingeplant.

Wir treffen und zum (wetterabhängigen) Picknick. Wir bitten daher jeden, eine Kleinigkeit zum Essen und/oder Trinken mitzubringen. Für den Fall, dass wir auf der Mensawiese picknicken (wie gesagt witterungsbedingt) wären auch Picknickdecken sinnvoll.

Als Programmpunkt steht eine Statementdiskussion auf dem Plan:

Wir bringen leere Karten mit, auf die jede Teilnehmer*in eine philosophische Aussage notiert. Aus den Karten werden dann einzelne Karten nach und nach gezogen. Der Verfasser*in wird dann die Gelegenheit gegeben, (freiwillig!) das Statement zu erläutern, wodurch eine Diskussion entstehen soll.

Falls Fragen sind, meldet Euch bei uns.

Wir freuen uns auf einen unterhaltsamen und lehrreichen Abend.

Bis Dienstag!

Liebe Grüße,

Paula Gürtler und Patrick Schulz

PS. Marco de Angelis wird auch dabei sein.

Protokoll des 12. Treffens der Philosophiegruppe Lüneburg

Protokoll des 12. Treffens
der Philosophiegruppe Lüneburg

Dienstag, den 19.06.2018
(19:30-22:00 Uhr)
Leuphana Universität Lüneburg

Das 12. Philosophietreffen beginnt mit dem Vortrag von Carolin Mackert Inwiefern kann Armut zu mehr Freiheit führen? Einleitend stellt sie fest, dass es innerhalb der Gesellschaft grundlegend an Bedeutung gewinnt, äußere Faktoren zu befriedigen und dass hierunter die Freiheit leidet.

Sie stellt zwei Konzepte gegenüber, die dem entgegenstehen. Zunächst den Kynismus, eine Bewegung, die auf Diogenes von Sinope zurückgeht, der damals in einem Fass am Straßenrand lebte. Dies zeigt schnell, worum es geht. Nämlich um die bewusste Entscheidung zur Armut, um darüber alle Pflichten und Zwänge ablegen zu können. Es wird die Minimierung auf das Primäre, also nur das Notwendigste  und  das Lossagen von allem Luxus vorausgesetzt, um frei sein zu können. Man orientiert sich hierzu an den Tieren, die nichts besitzen und so viel freier sind als wir Menschen.

Die genau gegensätzliche Position wird unter anderem von Theodor Adorno vertreten. In diesem Verständnis wird Luxus als all das bezeichnet, was über das Erforderliche hinausgeht und für die ihn erlebende Person etwas besonderes ist. Jedoch darf Luxus nicht mit Protz verwechselt werden. Es ist vielmehr eine Möglichkeit des Protestes, Weg zur Emanzipation von den Zwängen der Zweckmäßigkeit und eine Möglichkeit die eigene Identität herauszustellen. Und somit macht es frei.

Die sich anschließende Diskussion beginnt mit der Frage nach einer Definition für die Selbstverwirklichung. Der Begriff taucht nicht im Duden auf und ich auch ansonsten offensichtlich sehr persönlich ausfüllbar. Bei der Beantwortung gibt es mehrere Ansätze. Einige verstehen unter der Selbstverwirklichung den Anspruch, dass man mit sich selbst im Einklang ist. Andere sehen die Selbstverwirklichung als die Spitze der Maslowschen Bedürfnispyramide. Die Fragen “Wer bin ich?”, “Was will ich?” und “Wie erreiche ich dies?” spielen dabei wohl eine unmittelbare Rolle. Wir sind uns jedenfalls einig, dass die eigene Selbstverwirklichung nur dann sinnvoll ist, wenn sie gemeinschaftlich gedacht ist und somit jedem anderen auch die Möglichkeit zur Selbstverwirklichung zugesteht. Hierüber landet man auch wieder bei Hegel. Dieser geht zwar stark auf das “selbst” ein (“Der Geist manifestiert sich in sich selbst”), doch dieses “selbst” ist nicht auf eine einzelne Person beschränkt, sondern vielmehr der Kern einer Person, einer Gruppe oder eines Volkes. Auch Hegel setzt voraus, dass man durch das Streben nach der eigenen Selbstverwirklichung seinen persönlichen Beitrag zu einer großen Gemeinschaft, der Gesellschaft beiträgt. Somit darf auch nichts meiner eigenen Selbstverwirklichung zuträglich sein, was jemand anderen schaden würde und ihn somit einschränkt. Ein kritischer Aspekt des ganzen wird dadurch deutlich, dass die gesellschaftliche Stellung einer Person, also die sozialen Umstände, Einfluss auf den Stand der Selbstverwirklichung haben. Dies führt zurück zur Anfangsfrage, ob Armut frei macht. In diesem Fall müssten alle Menschen arm sein, damit sie gleich sind und somit gleiche Voraussetzungen haben. Aber dann könnten doch auch alle gleich reich sein!?

Ein vernünftiger, gemäßigter Luxus schafft in der heutigen Gesellschaft Möglichkeiten, die uns frei machen. So kann man nur mit ein bisschen Luxus zur Uni gehen und sich weiterbilden. Es gibt also auch einen Unterschied zwischen materiellem und geistigem Luxus. Dennoch sind beide in ihrem Erwerb miteinander verknüpft. Man sagt nicht umsonst, dass Eigentum verpflichtet. Doch ohne materielles Eigentum, wie beispielsweise Bücher oder einen Laptop (der ja auch Strom aus einer Wohnung etc. braucht), ist es heutzutage nur noch sehr schwer möglich, geistigen Luxus zu genießen.

Das Fazit der Diskussion und der Hausarbeit zieht wieder Carolin. Die Gleichung Armut = Freiheit ist zu einfach und zu dogmatisch gedacht, da sind sich alle einig. Dennoch bedarf es einem Weg um der ‘Konsumsschleife’ unserer kapitalistischen Zeit zu entkommen. Carolins Antwort darauf ist die intersubjektive Anerkennung. In dem man den anderen anerkennt, trägt man zur eigenen Selbstverwirklichung und der des anderen bei. Zusätzlich wäre ein minimalistischer Lebensansatz, der immer wieder in Frage stellt, was ich persönlich “wirklich brauche” und was mir wertvoll ist im Leben.

Den zweiten Vortrag hält Eleonora Murero über die Zuwanderung und globale Gerechtigkeit. Sie eröffnet mit einer prägnanten Schilderung der Lage: Die Zuwanderung der Asyl-Suchenden und die EU-Krise stellen die politische Philosophie in Fragen bzw. lassen sie an ihre Grenzen stoßen und es droht ein Zusammenbruch der bekannten Ordnungen.

Eleonora bezieht sich in ihrem Vortrag auf die verschiedensten bekannten Personen. Von Thomas Hobbes, über Sebastiano Maffettone bis hin zu John Rawls, Amartya Sen und John Stuart Mill. Sie geht also auf die Grundprinzipien der Gerechtigkeitstheorie von Maffettone ein, die Freiheit, Chancengleichheit und das Prinzip der Differenz zugrunde legt. Diese könnte Anhaltspunkt für eine nationenübergreifende Kooperation sein. Diese Gedanken beziehen sich auf John Rawls “original agreement” mit der “basic structure of justice”, also einem grundsätzlichen Vorschlag für die Gerechtigkeit. Als Dritten zieht sie Amartya Sen in Betracht, der die Menschen als primäre Güter bezeichnet, die man immer als Ziel und nie als Mittel sehen sollte.

Sie zieht den Bogen zum Multikulturalismus, welcher Pluralität grundsätzlich positiv bewertet und zum Kulturliberalismus, welcher nach dem Gedanken funktioniert, dass jeder in einem Land willkommen ist, solange er die Grundrechte anerkennt. Beides sind Gedanken, die zur Offenheit gegenüber Zuwanderern anregen. Hierzu gehört auch die Anekdote der Göttin Europa: Diese kam zur Zeit der der griechischen Mythologie mit Zeus aus Anatolien (Türkei) nach Westen. Nach ihr hat man später Europa benannt. Somit ist eine Migrantin zur Namensgeberin, ja quasi zur Wurzel Europas geworden und heutzutage werden eben diese Migranten als Europas Problem dargestellt. Kurios.

(Anna Caroline Brungmann)

 

Stelle für eine studentische Hilfskraft in Lüneburg

Das International Office sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt für 20 Stunden/Monat eine studentische Hilfskraft zur Betreuung internationaler Studierender.

Aufgaben:
– Unterstützung bei studienrelevanten und organisatorischen Themen
– Organisation kultureller Angebote (z.B. Länderabend)
– allgemeine Verwaltungsarbeiten

Anforderungen:
– Eigeninitiative
– Selbstorganisation
– Erfahrungen in der interkulturellen Kommunikation
– Spaß an der Zusammenarbeit mit anderen Studierenden
– Sehr gute Englischkenntnisse
– Auslandserfahrung von Vorteil
– Besetzung der Sprechstunde (ein Vormittag: Di/Mi/Do)
– Verfügbarkeit über mehrere Semester

Ihre Kurzbewerbung mit Lebenslauf senden Sie bitte per E-Mail bis zum 08.07.2018 an Claudia Wölk (cwoelk@uni.leuphana.de).

Protokoll des 11. Treffens der Philosophiegruppe Lüneburg

Dienstag, den 05.06.2018 (19:30-22:00 Uhr)
Leuphana Universität Lüneburg

Zu beginn der Sitzung hat Paula Gürtler das Wort. Sie referiert über das Thema ihrer Hausarbeit ”Die Frage nach der Kausalität nach David Hume, Immanuel Kant und Marco de Angelis.” Die Wichtigkeit für diese Untersuchung beschreibt sie durch den Gedanken, dass wenn es keine Kausalität gibt, das eigene Handeln keinen Sinn ergeben würde. Dem steht die Erkenntnistheorie direkt gegenüber. “Cogito ergo sum.”  (zu deutsch “Ich denke, also bin ich.”) von René Descartes ist das treffende Zitat dazu.

Paula beginnt mit der Darstellung von David Hume, der die Einstellung vertritt, dass es ohne Erfahrungen bzw. Eindrücke keine Vorstellungen geben kann. Somit lässt sich erst über die Gewohnheit der Beobachtung auf eine Kausalität schließen. Dies ist eine sehr subjektive Herangehensweise. Kritisiert und ausgebaut wird diese von Immanuel Kant, der auch davon ausgeht, dass jede unserer Erkenntnisse mit der Erfahrung beginnt, allerdings unterscheidet er zwischen a priori und a posteriori. A posteriori ist dabei all das, was sich durch Schlussfolgerung ergibt. Man leitet hierbei aus der Erfahrung ab, sodass man vom Besonderen auf das Allgemeine schließt. Etwas, was a priori ist, ist dagegen von allgemeiner Gültigkeit. In einem nächsten Schritt unterteilt Kant in analytisch und systematisch. Analytisch sind nach Kant so genannte Erläuterungsurteile. Zu einer bekannten Information wird also eine weitere spezifische Information hinzugefügt. Synthetisch sind dann die Erweiterungsurteile, die eine neue Erkenntnis mit sich bringen. Man schafft also Gewissermaßen eine Verbindung zwischen dem Wissen apriori und einer beobachteten Ergänzungsinformation. Ein Beispiel hierfür ist die Veränderung. Diese ist nicht apriori, also nicht von vorneherein gegeben, sodass wir zunächst Erfahrungen von sich wandelnden Situationen zu machen, um auf die Veränderung an sich schließen zu können. Im Gegensatz dazu, sich Ursache und Wirkung so nah miteinander verknüpft, dass sie a priori sind. Somit ist dieses Zusammenspiel, die Kausalität als eine von Kants Kategorien aufgeführt. Sie gehört also zu den Strukturen, die in jedem Menschen von Anfang an enthalten sind.

Dank dieser Kausalität lässt sich auch das vorhandensein von Wahrheiten leicht erklären. Wenn Ursache und WIrkung zusammenhängen, kann man nicht sagen “Es gibt keine Wahrheiten.”, da man damit eine Aussage mit Wahrheitsanspruch generiert. Ist diese Aussage also wahr, so gibt es eine erste Wahrheit und die Aussage falsifiziert sich selbst.

Damit geht es in die Diskussion. Diese beginnt mit der These, dass das Beobachten und Erkennen der Welt Wahrheiten schafft und der unterscheidung zwischen induktiven und deduktiven Schlüssen. Das induktive ist hierbei das Erlernen durch ausprobieren und das Deduktive ist das Schlussfolgern, welches auch generationsübergreifend weiter gegeben werden kann. Das Beispiel eines Erdbebens wird angeführt. Dies galt so lange als Mysterium, welchem scheinbar keine Ursache zugrunde liegt, bis man naturwissenschaftlich soweit war, dass man es über tektonische Plattenverschiebung erklären konnte, wovon zuvor niemand etwas wusste.

Hieraus entsteht die Frage, ob der Mensch überhaupt fähig ist, anders als induktiv zu erkennen. Diese Frage können wir mit ja beantworten, da die Kategorien, wie Kant sie benennt aus dem reinen Geist kommen und somit von Beginn an in jedem Menschen vorhanden sind. Hierzu zählen zum Beispiel “Sein”, “nicht sein”, “werden” und eben auch die “Kausalität”. All diese machen deduktive Erkenntnisse a priori möglich. Diese Kathegorien sind zunächst inhaltslos und werden dann durch die Natur mit Inhalt gefüllt. Eine Allgemeingültigkeit kann es aber nur dann geben, wenn diese a priori ist und dann gefüllt wird.

Über eine Kritik dieser Theorie, die offenlegt, dass ein Gefühl im Grunde nicht viel mehr als eine Erregung ist, die erst durch unsere Gedanken zu einem Gefühl wird, kommen wir zu einer grundsätzlichen Kritik an Kants Kathegorienkonstrukt. Dieses ist in dem Sinne unvollständig, als das es nicht frei von Erfahrungen, somit nicht rein a priori und dadurch intersubjektiv ist. Die Kategorienlehre wird, wie wir wissen,von Schelling und Hegel später kritisiert und weiterentwickelt, sodass dies an entsprechender Stelle weiterdenken können.

Weiter geht es mit der Frage nach der bereits beschriebenen Allgemeingültigkeit. Denn wie kann es sein, dass beispielsweise die Menschenrechte offenbar eine Allgemeingültigkeit haben, die Menschen sich aber dennoch nicht daran halten. Hierzu gibt es mehrere Ansätze:

Einer davon ist, dass sich Wahrheiten erst durch den Verstoß gegen sie weiterentwickeln und somit zur Aufdeckung neuer Wahrheiten führen. Sodass man möglicherweise erst erkennt, dass B nicht machen sollte, wenn gegen A gerade verstoßen wurde.

Ein weiterer Gedanke ist, dass Menschen zwar grundlegend fähig sind, die Allgemeingültigkeit der Menschenrecht zu verstehen, dies aber nicht bedeutet, dass sie sich dessen immer bewusst sind.

Des Weiteren wird in betracht gezogen, dass Menschen grundlegend immer vermeintlich rationale Entscheidungen auf Grundlage kausaler Zusammenhänge treffen. Aber diese Gründe, die in dieser Folge eine Rolle spielen, sind nicht zwangsläufig gut. Häufig hat man es hier mit Machtstrukturen, ungerechten Vorteilen und vermeintlichen Handelsbeschränkungen zu tun.

Sind wir also das Produkt einer kausalen Kette?

Besteht eine kausale Kettenreaktion? Sind wir gezwungen den Kausalitäten, die uns geformt haben, Folge zu leisten? Sind wir dann überhaupt frei?

Ein weiterer Einschlag der Diskussion richtet sich auf das Verhältnis von Geist und Körper. Wir gehen davon aus, dass Wahrheit in uns verankert ist. Es besteht allerdings die Möglichkeit, so wird es hier in Betracht gezogen, dass der Mensch zwar zu Erkenntnis von Wahrheit in sich selbst fähig ist, möglicherweise aber nicht fähig dies weiterzugeben und dem Ausdruck zu verleihen. Das Denken in Worten limitiert. Das zeigt sich beispielsweise dann, wenn wir eine Gefühl empfinden, welches wir nicht in Worten ausdrücken können. Bringt man das auf die zwischenmenschliche Ebene, so weiß man, dass unterschiedliche Menschen unterschiedliche Wahrnehmungen haben. Die Erfahrungen, die wir machen sind offensichtlich subjektiv. Die Sprache suggeriert uns dann, dass die Beschreibung/ Mitteilung dessen aber objektiv ist. Dies führt wohl dazu, dass wir miteinander kommunizieren können, aber können wir auch richtig verstehen, was der andere meint? Unsere Vermutung ist, dass es hier eine Schnittmenge gibt, aber nie eine völlige Überlappung. (Bild)

Somit schafft es eine gewisse Distanz, wenn wir GEfühle in Worte fassen. Diese Distanz, die die Sprache schafft, dient dazu Kontrolle und Verständnis zu gewissen. Aber sie verfälscht auch. Was a priori (ohne Erfahrungen) ist, stimmt bei jedem Menschen überein. Aber bei allem Materiellen bzw Empirischen ist es sehr schwierig. (Das Glas ist halbvoll/ Das Glas ist halbleer.)  Wir sind also wohl gewissermaßen in unserer Individualität gefangen.

Am Ende folgt noch ein Buchtipp von Nils Bassen.

Es geht um das Werk von Dr. Heiner Flassbeck mit dem Titel: “Das Euro-Desaster: Wie die deutsche Wirtschaftspolitik die Eurozone in den Abgrund treibt (gegen den Neoliberalismus)” zu finden hier.

Nils empfiehlt das Buch, da es die wirtschaftlich-ökonomische Begründung liefert, weshalb es in Europa zu so viel anti-europäischen Gedanken kommt. Er ist der Meinung, dass man die ökonomische Krise lösen muss, damit die “Idee Europa” auch weiterhin eine Chance hat. Erst dann ist eine philosophische Herangehensweise möglich.

Termin für die nächste Sitzung: Dienstag der 19.06.2018, Raum 14.001 ab 19:30 Uhr

Alles ist auch  auf facebook https://www.facebook.com/philosophiefueralle.de/ zu lesen, wo die Diskussion in schriftlicher Form weiter fortgesetzt werden kann).

(Anna Caroline Bringmann)

Einladung zum 12. Philosophietreffen am 19.6.2018

Liebe Philosophiefreundinnen und -freunde,

hiermit lade ich Euch zum 12. Treffen unserer Philosophiegruppe ein. Wir werden uns am Dienstag den 19. Juni treffen. Hier folgt das genaue Programm.

Dienstag den 19.6.2018
Raum C14.001 bzw. 002 ab 19:30 Uhr

19.30-20.00
Kurzbeiträge (bitte Kurzbeiträge bei Marco melden)

20.00-20.45
1. Referat
Carolin Mackert
Inwiefern kann Armut zu mehr Freiheit führen?

20.45-21.00: Pause

21.00-21.45
2. Referat
Eleonora Murero
Zuwanderung und globale Gerechtigkeit
Zeitgenössische Perspektive aus der politischen Philosophie

21.45-22.00: Planung des nächsten Treffens und Abschied

Bitte Vorschläge für die Kurzreferate bei mir einreichen, insbesondere über eigene Lektüren von interessanten Büchern, z.B. wichtige Zitate zusammen lesen und kommentieren, Kurzrezensionen von gelesenen Büchern, Berichte über aktuelle Zeitungsartikel usw. Jeder soll zum Wort ohne große Vorbereitung kommen können. Es ist auch möglich, die eigene Position in Bezug auf eine schon abgehaltene Diskussion genauer zu präzisieren und deswegen die Diskussion wieder aufzugreifen. Es scheint so, dass zwei Referate an einem Abend zu viel sind, so dass Kurzreferate die zweite Hälfte der Sitzung gut auffüllen können. Die Dauer von einem Kurzreferat sollte in etwa 5-15 Minuten inkl. Diskussion sein.

Marco de Angelis

Einladung zum 11. Philosophietreffen am 5.6.2018

Liebe Philosophiefreundinnen und -freunde,

nach dem Ausfall am 22. Mai lade ich Euch hiermit zum 11. Treffen unserer Philosophiegruppe ein. Wir werden uns am Dienstag den 5. Mai treffen. Hier folgt das genaue Programm.

Dienstag den 5.6.2018

Raum C14.001 ab 19:30 Uhr

Voraussichtliches Referat:

19.45-20.45 Uhr

Paula Gürtler 

Die Frage nach der Kausalität nach David Hume,
Immanuel Kant und Marco de Angelis

20.45-21.15 Uhr: Pause

21.15-21.45 Uhr: Kurzberichte und Kurzreferate

Kurzbericht 1 (Nils und Gina)
Eindrücke über den gemeinsamen Filmabend über Karl Marx.
https://de.wikipedia.org/wiki/Der_junge_Karl_Marx
Vorschläge über weitere Filmabende.

Kurzbericht 2 (Nils)
Bericht über ein interessantes Buch: Das Euro-Desaster: Wie die deutsche Wirtschaftspolitik die Eurozone in den Abgrund treibt (gegen den Neoliberalismus) https://www.amazon.de/Das-Euro-Desaster-deutsche-Wirtschaftspolitik-Eurozone/dp/B07CXS1FPR/ref=tmm_aud_swatch_0?_encoding=UTF8&qid=1527351316&sr=8-2

Kurzreferat 3 (Marco)
Textstelle aus Arnold Toynbee aus dem Buch Menschheit und Mutter Erde, die von mir bei der Diskussion über das Referat von Steffi Graf zitiert wurde

Kurzreferat 4 (Marco)

Die dritte Ebene der Wirklichkeit: 1.Materie, 2.Geist, 3.Logos
(Lektüre und Kommentar von  Textstellen
aus Hegels Logik und Aristoteles Metaphysik)

21.45-22.00: Planung der nächsten Sitzung und Abschied

Bitte Vorschläge für die Kurzreferate bei mir einreichen, insbesondere über eigene Lektüren von interessanten Büchern, z.B. wichtige Zitate zusammen lesen und kommentieren, Kurzrezensionen von gelesenen Büchern, Berichte über aktuelle Zeitungsartikel usw. Jeder soll zum Wort ohne große Vorbereitung kommen können. Es ist auch möglich, die eigene Position in Bezug auf eine schon abgehaltene Diskussion genauer zu präzisieren und deswegen die Diskussion wieder aufzugreifen. Es scheint so, dass zwei Referate an einem Abend zu viel sind, so dass Kurzreferate die zweite Hälfte der Sitzung gut auffüllen können. Die Dauer von einem Kurzreferat sollte in etwa 5-15 Minuten inkl. Diskussion sein.

(Meine Kurzreferate ziehe ich gerne zurück, wenn andere Vorschläge da sind, Priorität haben immer die Beiträge der Teilnehmer).

Das Referat von Paula wird sehr  intensiv und interessant sein, wir werden dabei die Möglichkeit haben, das Thema der ‚Wahrheit‘ wiederaufzugreifen, worüber beim letzten Mal die Diskussion so intensiv war.

Ich weise Euch darauf hin, dass ich am selben Dienstag den 5.6. und zwar von 12.15 bis 13.45 über Hegels Logik-Metaphysik reden werde, die absolut zentral ist, um die Problematik der Wahrheit zu verstehen. Alle sind herzlich eingeladen zu dieser Sitzung des Seminars über Hegels Phänomenologie des Geistes teilzunehmen (C11.117).

Alles ist wie immer auch auf facebook zu lesen:  https://www.facebook.com/philosophiefueralle.de/?ref=bookmarks

Protokoll: Filmabend „Der junge Karl Marx“

Filmabend

„Der junge Karl Marx“

Dienstag, den 22.05.2018 (19:30-22:00 Uhr)
Leuphana Universität Lüneburg

Organisation: Nils Bassen, Gina Lamela

Anstelle der ausfallenden Sitzung der Philosophiegruppe Lüneburg, fand diese Woche ein Filmabend, organisiert von Gina und Nils statt. Wir haben zusammen den Film „Der junge Karl Marx“ gesehen. Es folgt eine kurze inhaltliche Zusammenfassung des Films. Wenn die Möglichkeit besteht, wäre es sicher interessant, sich bei einer der nächsten Sitzungen nochmal über den Film auszutauschen.

Es geht hierbei um den Historienfilm „Der junge Karl Marx“, der 2017 bei den Internationalen Festspielen in Berlin seine Premiere feierte. Regisseur ist Raul Peck.

Der Film beginnt im Jahr 1843, zu einer Zeit in der Karl Marx bereits mit seiner Frau Jenny und der ersten gemeinsamen Tochter in Paris im Exil lebt. Dort lernt er auch Friedrich Engels kennen, der als Sohn eines Großunternehmers unmittelbar involviert ist in die Neuerungen und den Gegensatz von Arm und Reich, den die beginnende industrielle Revolution mit sich bringt. Doch Engels lehnt sich gegen seinen Vater auf, sympathisiert mit den Arbeitern und schreibt über sie und ihr Elend. So lernen sich Marx und Engels nach ersten Anfangsschwierigkeiten kennen und schätzen und arbeiten von nun an gemeinsam.

Trotz Zensur und Polizeirazzien, Aufruhr und politischen Machtübernahmen gelingt es ihnen, ein System zu entwickeln, das die bestehenden Machtverhältnisse scharf kritisiert. Sie setzen ihre Vision der menschlichen Gemeinschaft um und erschaffen somit etwas, woran es in dieser Zeit fehlt. Aufruhr und Revolutionsgedanken sind vorhanden. In Deutschland, Frankreich, Belgien und England gehen die Menschen auf die Straßen, doch Marx und Engels liefern ihnen das „Konkrete“. Es gelingt Ihnen das Vertrauen der Vertreter des Bundes der Gerechten zu erlangen und für diesen ein Parteiprogramm zu schreiben, das Manifest der Kommunistischen Partei. Ein bis heute wegweisendes Werk. Spätestens mit der Umbenennung des Bundes in den Bund der Kommunisten, gelingt es ihnen einen politischen Wandel einzuleiten. Der Film zeigt jedoch auch, wie häufig dies am seidenen Faden hängt und wie sehr die beiden unter Armut, Repressionen und politischer Gegenwehr zu leiden haben.

Dennoch gehen sie ihren Weg weiter, sind Gründer des Kommunismus und schreiben das bis heute wegweisende Manifest der kommunistischen Partei.

(Anna Caroline Bringmann)

 

Einladung zum 11. Philosophietreffen am 22.5.2018

Einladung zum 11. Philosophietreffen am 22.5.2018

Liebe Philosophiefreundinnen und -freunde,

hiermit lade ich Euch zum 11. Treffen unserer Philosophiegruppe ein. Wir werden uns am Dienstag den 22. Mai treffen, hier folgt das genaue Programm.

Dienstag, den 22.05.2018

Raum C14.001 ab 19:30 Uhr

Voraussichtliches Referat:

19.45-20.45 Uhr

Paula Gürtler

Die Frage nach der Kausalität nach David Hume,
Immanuel Kant und Marco de Angelis

20.45-21.15 Uhr: Pause

21.15-21.45 Uhr: Kurzberichte und Kurzreferate

Kurzbericht 1 (Nils und Gina)
Vorschlag eines gemeinsamen Filmabends über Karl Marx

Kurzreferat 2 (Marco)
Textstelle aus Arnold Toynbee aus dem Buch Menschheit und Mutter Erde, die von mir bei der Diskussion über das Referat von Steffi Graf zitiert wurde

Kurzreferat 3 (Marco)
Die dritte Ebene der Wirklichkeit: 1.Materie, 2.Geist, 3.Logos
(Lektüre und Kommentar von
Textstellen aus Hegels Logik und Aristoteles Metaphysik)

21.45-22.00: Planung der nächsten Sitzung und Abschied

Bitte Vorschläge für die Kurzreferate bei mir einreichen, insbesondere über eigene Lektüren von interessanten Büchern, z.B. wichtige Zitate zusammen lesen und kommentieren, Kurzrezensionen von gelesenen Büchern, Berichte über aktuelle Zeitungsartikel usw. Jeder soll zum Wort ohne große Vorbereitung kommen können. Es ist auch möglich, die eigene Position in Bezug auf eine schon abgehaltene Diskussion genauer zu präzisieren und deswegen die Diskussion wieder aufzugreifen. Es scheint so, dass zwei Referate an einem Abend zu viel sind, so dass Kurzreferate die zweite Hälfte der Sitzung gut auffüllen können. Die Dauer von einem Kurzreferat sollte in etwa 5-15 Minuten inkl. Diskussion sein.

(Meine Kurzreferate ziehe ich gerne zurück, wenn andere Vorschläge da sind, Priorität haben immer die Beiträge der Teilnehmer).

Das Referat von Paula wird sehr  intensiv und interessant sein, wir werden dabei die Möglichkeit haben, das Thema der ‚Wahrheit‘ wiederaufzugreifen, worüber beim letzten Mal die Diskussion so intensiv war.

Ich weise Euch darauf hin, dass ich am selben Dienstag den 22.5. und zwar von 12.15 bis 13.45 über Hegels Logik-Metaphysik reden werde, die absolut zentral ist, um die Problematik der Wahrheit zu verstehen. Alle sind herzlich eingeladen zu dieser Sitzung des Seminars über Hegels Phänomenologie des Geistes teilzunehmen (C11.117).

Alles ist wie immer auf facebook: https://www.facebook.com/philosophiefueralle.de/?ref=bookmarks zu lesen.

(Dr. Marco de Angelis)